Täglich frisch — kleine Deutsch-Häppchen

Wörtlich: Seinen Senf hinzufügen. Bedeutung: Ungefragt die eigene Meinung sagen.
Im 17. Jahrhundert servierten Wirte oft zu jedem Gericht ungefragt Senf, um das Essen teurer wirken zu lassen. Diese Praxis entwickelte sich zu einer Metapher für unerwünschte Kommentare.

Wörtlich 'Sitz-Fleisch'. Es bezeichnet die Ausdauer, eine lange Aufgabe im Sitzen zu erledigen.
Das Wort setzt sich aus 'sitzen' und 'Fleisch' zusammen. Es beschreibt die physische Ausdauer, auf einem Stuhl zu bleiben, bis eine Arbeit erledigt ist.

See + Hund = Robbe
Das Wort setzt sich aus „See“ (hier: das Meer) und „Hund“ zusammen. Robben erhielten diesen Namen, da ihre Laute an das Bellen von Hunden erinnern.

"Der Chef" ist der Vorgesetzte, nicht der Koch.
Das Wort stammt aus dem Französischen, wird im Deutschen aber für Führungskräfte in jedem Beruf verwendet. Wer beruflich kocht, heißt auf Deutsch "der Koch".

Nomen mit der Endung "-schaft" sind immer weiblich.
Das Suffix "-schaft" bildet Nomen aus anderen Wörtern, wie "die Freundschaft" oder "die Wissenschaft". Diese Wörter haben ausnahmslos den Artikel "die".

Wörtlich: einen Ziegenbock haben. Bedeutung: Lust auf etwas haben.
Diese umgangssprachliche Phrase bedeutet, dass man etwas tun möchte. Sie stammt vom Romani-Wort 'bokh' für Hunger ab und hat ursprünglich nichts mit Ziegen zu tun.

Ein regelmäßiges Treffen einer festen Gruppe an einem bestimmten Tisch.
Das Wort verbindet „Stamm“ (Stammgruppe/Baumstamm) und „Tisch“. Es bezeichnet sowohl das gesellige Treffen als auch den physischen Tisch im Wirtshaus, der für diese Gruppe reserviert ist.

Flatter-Maus (Fleder + Maus)
Der erste Teil des Wortes stammt vom althochdeutschen Begriff „fledaron“ ab, was „flattern“ bedeutet. Biologisch gesehen sind diese fliegenden Säugetiere jedoch nicht mit Mäusen verwandt.

Das Haus für sich allein haben, weil die Eltern oder Mitbewohner weg sind.
Das Adjektiv bedeutet wörtlich 'frei von Sturm'. Es wird umgangssprachlich genutzt, wenn man ungestört ist, oft mit der Andeutung, dass man nun eine Party feiern könnte.

schlagen + Zeug = Schlagzeug
Das Wort setzt sich aus dem Verb „schlagen“ und dem Nomen „Zeug“ zusammen. Es beschreibt wörtlich die körperliche Aktion, die zum Spielen des Instruments ausgeführt wird.